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Rechtliche Hinweise

Bildungs- und Erziehungsauftrag
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (Art. 10 BayKiBiG), indem deutlich wird, dass die Bildung, Erziehung und Betreuung in der vorrangigen Verantwortung der Erziehungsberechtigten liegt und die Kindertageseinrichtung die Eltern unterstützt und ergänzt (Art. 4 BayKiBiG).

Durch den Einsatz ausreichenden und qualifizierten Personals ist eine angemessene Bildung, Erziehung und Betreuung sichergestellt.

Unsere Einrichtung ist familienergänzend und familienunterstützend. Wir bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken sowie zur Integration zu befähigen.

Aufsichtspflicht

Die Kindertagesstätte betreut und beaufsichtigt die Kinder nur während der Öffnungszeiten.

Bringen
Das Kind wird von einem Erziehungsberechtigten oder uns bekannten Erwachsenen in unsere Einrichtung gebracht, übergibt es dem pädagogischen Personal und holt es dort auch wieder ab.

Abholung
Achten Sie bitte beim Abholen darauf, dass sich Ihr Kind vom Personal verabschiedet. Das Personal ist darüber zu informieren, wer jeweils zum Abholen des Kindes berechtigt ist.

Schutzauftrag

Seit Oktober 2005 ist das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe“ in Kraft. Dem KJHG wurde ein neuer Paragraf hinzugefügt, der den Schutzauftrag regelt.

§ 8a: Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten des Kindes oder des Jugendlichen einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten.

(2) In Vereinbarung mit den Trägern und Einrichtungen, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene pädagogische Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie dies für erforderlich halten und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.

Was bedeutet das für unsere Einrichtung?

  • Liebe, Akzeptanz und Zuwendung
    Der Mangel an emotionaler Zuwendung kann bei der Entwicklung des Kindes zu schweren körperlichen und psychischen Schädigungen führen.
  • Stabile Bindung
    Kinder brauchen feste Bezugspersonen auf die sie sich verlassen können, um massiven Bindungsstörungen vorzubeugen (Nähe-Distanz-Regulierung).
  • Ernährung und Versorgung
    Als Folgen einer Mangel- oder Fehlernährung treten Hunger, Gedeihstörungen und langfristige körperliche sowie kognitive Entwicklungsbeeinträchtigungen auf.
  • Gesundheit
    Mängel im Bereich der Gesundheitsführsorge führen zu vermeidbaren Erkrankungen mit unnötig schwerem Verlauf, z.B. infolge von Impfmängel, Defektheilungen usw.
  • Schutz vor Gefahren vom materieller und sexueller Ausbeutung
    Psychisch können diese Belastungen zu Anpassungs- bzw. posttraumatischen Störungen führen, die durch eine Fülle von Symptomen und teilweise langfristigen Erkrankungsverläufen gekennzeichnet sind.
  • Wissen, Bildung und Vermittlung hinreichender Erfahrungen
    Mängel in diesem Bereich führen zu Entwicklungsrückständen.

So definieren wir „Kindeswohl“. Sollten diese Punkte von den Erziehungsberechtigten nicht oder nur teilweise erfüllt werden, sind wir verpflichtet einzugreifen.

Versicherungsschutz

Alle Kinder genießen gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 8a bis c SGB VII

  • während des Besuches in der Kindertagesstätte
  • bei Veranstaltungen
  • und auf dem Weg zum oder von der Einrichtung

gesetzlichen Unfallschutz.

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